Hermengildo, Orden des heiligen

Hermengildo, Orden des heiligen

Hermengildo, Orden des heiligen, span. Orden, 28. Nov. 1814 vom König Ferdinand VII. gestiftet und 1815 zum Militärverdienstorden für die Land- und Seemacht und 40 Dienstjahre erhoben, in drei Klassen: Großkreuze, für Generalkapitäne und Generale, mit dem Titel Exzellenz; Offiziere, abwärts vom Brigadier; Ritter, für 25 Dienstjahre, und wenn davon wenigstens 10 Jahre Offizier. Nach zehnjährigem Besitz des Ordens und stetem Dienst erhält der Besitzer Pension und zwar die erste Klasse 10,000, die zweite Klasse 4800, die dritte Klasse 2400 Realen.

Fig. 1. Hermes des Praxiteles (aus Olympia).
Fig. 1. Hermes des Praxiteles (aus Olympia).

Die Zahl der Pensionäre beträgt seit 1852: 60 Großkreuze, 160 Komture (sogen. Sterne) und 270 Ritter. Das Ordenszeichen ist ein achtspitziges, weiß emailliertes, goldbordiertes Kreuz; auf dem blauen Felde des runden Mittelschildes vorn das Reiterbild des heiligen Königs Hermenigild (s. d.) mit der von einem grünen Lorbeerkranz umgebenen Umschrift: »Premio a la constancia militar« (»Lohn der militärischen Beharrlichkeit«), hinten »F. VII

Fig. 2. Hermes Logios (Rom, Villa Ludovisi).
Fig. 2. Hermes Logios (Rom, Villa Ludovisi).

Die Großkreuze tragen das Kreuz von der rechten Schulter zur linken Hüfte am Bande, dazu einen achtspitzigen diamantierten Stern von Silber, auf dem das Kreuz in Gold liegt, mit dem obigen Avers, umgeben von einem Lorbeerkranz; die zweite Klasse trägt Stern und Kreuz, aber, wie die dritte Klasse, das Kreuz im Knopfloch.


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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