Martiālis, Marcus Valerius


Martiālis, Marcus Valerius

Martiālis, Marcus Valerius, röm. Epigrammendichter, um 40–102 n. Chr., aus Bilbilis in Spanien, kam, zum Juristen vorgebildet, 22 Jahre alt, nach Rom und lebte hier von der Gunst der Vornehmen, die er sich durch Gelegenheitsgedichte, oft voll niedriger Schmeichelei, erwarb. Als er 98 nach Bilbilis zurückkehrte, war er so arm, daß ihn der jüngere Plinius mit Reisegeld unterstützen mußte. Auch in der Heimat verschaffte ihm seine Kunst Gönner und sogar den Besitz eines Landgutes; doch sehnte er sich stets nach Rom zurück. In seinen 15 Büchern Epigrammen (zumeist in elegischem Maß, Hendekasyllaben und Choliamben), einer Hauptquelle für das Leben der damaligen Gesellschaft, zeigt er sich als Mann von Geist und beißendem Witz, aber ohne sittlichen Ernst. Er gilt als Meister des Epigramms in der Weltliteratur. Hauptausgaben von Friedländer (Leipz. 1886, 2 Bde.) und Gilbert (das. 1886); Übersetzung von Berg (Stuttg. 1869). Vgl. Levy, M. und die deutsche Epigrammatik des 17. Jahrhunderts (Stuttg. 1903).


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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