Deutschgesinnte Genossenschaft

Deutschgesinnte Genossenschaft

Deutschgesinnte Genossenschaft, eine der deutschen Sprachgesellschaften des 17. Jahrh., 1643 zu Hamburg von Ph. v. Zesen und Dietr. Petersen gestiftet. Ihr Sinnbild war ein von Sonnenstrahlen beschienener Rosenstock mit dem Spruch: »Unter den Rosen ist liebliches Losen« (losen = lauschen). Die Seele des Vereins, dessen Zweck in Reinigung der deutschen Sprache und Poesie bestand, war Zesen (genannt der »Färtige«), der ihm auch seine phantastische Eigentümlichkeit aufdrückte. Er wollte namentlich alle Fremdwörter, selbst die längst eingebürgerten, ausmerzen und schlug dafür neugebildete Wörter vor, die oft ebenso sinnlos wie abgeschmackt waren. Zu seinen Gegnern gehörte besonders Schuppius. Der Verein erweiterte sich nach und nach in vier Zünfte (Rosen-, Lilien-, Nägelein- und Rautenzunft) und hielt sich bis in die ersten Jahre des 18. Jahrh. Vgl. Dissel, Philipp v. Zesen und die D. G. (Hamb. 1890).


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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  • Deutschgesinnte Genossenschaft — Deutschgesinnte Genossenschaft,   eine der Sprachgesellschaften des 17. Jahrhunderts; wurde 1643 in Hamburg von P. von Zesen gegründet und bestand bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts. Die D. G. bemühte sich v. a. um die Wiederherstellung der… …   Universal-Lexikon

  • Deutschgesinnte Genossenschaft — Die Deutschgesinnte Genossenschaft war eine deutsche Sprachgesellschaft zur Zeit des Barock. Philipp von Zesen gründete die Deutschgesinnte Genossenschaft 1643 in Hamburg. Als Symbol führte sie eine Rose. Sie war in verschiedene Zünfte unterteilt …   Deutsch Wikipedia

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