Krepp

Krepp

Krepp (franz. crêpe), aus allen Materialien hergestelltes lockeres, leinwandartiges, gazeähnliches, krauses Gewebe. Seidenkrepp wird aus links- und rechtsgezwirnten Ketten- und Schußfäden gewebt. In der Kette liegt abwechselnd ein rechts- und ein linksgezwirnter Faden, während im Schuß zwei rechtsgezwirnte Fäden mit zwei linksgezwirnten abwechseln. Dieser Stoff wird bei der Zurichtung mit warmem Wasser befeuchtet und mit der behaarten Seite eines Kalb- oder Seehundfelles aufwärts gestrichen (Kreppen, Krausen). Hierbei nehmen die Fäden eine unregelmäßige Kräuselung an, und der ganze Stoff erhält ein eigentümliches krauses Aussehen, das sich auch beim Färben nicht verliert. Bei den Kreppmaschinen wird das feuchte Gewebe zwischen einem gepolsterten, mit Kalbfell überzogenen Holz und einem ebenso überzogenen rotierenden Zylinder hindurchgezogen. K. als wollener Damenkleiderstoff enthält 31 Ketten- und 35 Schußfäden auf 1 cm, Kette Nr. 56 einfach, Schuß Nr. 64 einfach Kammgarn. Herrenstoff (Sommerware) hat 30 Ketten- und 30 Schußfäden auf 1 cm, Kette und Schuß Nr. 40 zweifach Kammgarn, Bindung wie in Fig. 1. K. für bedruckte Möbelstoffe (Möbelkrepp) ist ein Baumwollgewebe mit 20 Ketten- und 12 Schußfäden auf 1 cm, Kette Nr. 20 englisch = 34 metrisch, Schuß Nr. 5 englisch = 81/2 metrisch, Bindung wie in Fig. 2.

Fig. 1.
Fig. 1.
Fig. 2.
Fig. 2.

http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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  • Krepp — bezeichnet: Krepp (Gewebe) – ein Gewebe mit krauser, körniger Oberfläche. eine zulässige Schreibweise der Eierspeise Crêpe Krepp ist der Familienname von Karl Krepp (1877 1934), österreichischer Baumeister und Architekt Siegfried Krepp (* 1930),… …   Deutsch Wikipedia

  • Krepp — (zunächst als Crep) Sm erw. fach. (16. Jh.) Entlehnung. Entlehnt aus frz. crêpe, nachdem älteres frz. cresp schon ein Jahrhundert früher als Kresp entlehnt wurde. Das französische Wort geht auf l. crispus kraus zurück.    Ebenso nndl. krip, ne.… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Krepp — Krepp, 1) alle gekreppte, d.h. mit einer unebenen Oberfläche versehene Zeuge; bes. 2) so v.w. Crepon u. Kreppflor; 3) (Kreppe), Art die Haare zu frisiren, wobei dieselben mittelst eines Kammes so in einander geschoben werden, daß sie kraus… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Krepp — (Krepon), s. Weberei …   Lexikon der gesamten Technik

  • Krepp — (frz. crêpe), Flor, fadenscheiniges Seidengewebe, dem durch Kreppen (s.d.) oder durch besondere Fadenbindung ein gleichmäßig mattes Aussehen gegeben ist …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Krepp — Krepp, was Flor …   Herders Conversations-Lexikon

  • Krepp — (Sammelbezeichnung für Gewebe mit krauser, angerauter Oberfläche): Das erst im 20. Jh. durch Zusammensetzungen wie »Kreppsohle« und »Krepppapier« allgemein bekannt gewordene Wort ist schon im 18. Jh. in der Form »Crep« bzw. im 16. Jh. als »Kresp« …   Das Herkunftswörterbuch

  • Krepp — Krẹpp oV Crêpe I 〈m. 6 oder m. 1; Textilw.〉 krauses od. genarbtes Gewebe mit rauem Griff II 〈m. 6 oder f. 10〉 sehr dünner Eierkuchen, der mit verschiedenen Zutaten gefüllt u. mit Alkohol flambiert werden kann [<frz. crêpe „Flor, Krepp“; zu… …   Universal-Lexikon

  • Krepp — 1Krepp der; s, Plur. s u. e, auch 1 Crêpe der [s], s <aus fr. le crêpe »krauser Stoff«, vgl. 2↑Krepp> Gewebe mit welliger od. gekräuselter Oberfläche. Krepp 2 2Krepp, auch 2 Crêpe [krɛp] die; , s <aus gleichbed. fr. la crêpe zu …   Das große Fremdwörterbuch

  • Krepp — Krẹpp 〈m.; Gen.: s, Pl.: s od. e; Textilw.〉 krauses od. genarbtes Gewebe mit rauem Griff [Etym.: <frz. crêpe »Flor, Krepp«, <lat. crispus »kraus«] …   Lexikalische Deutsches Wörterbuch

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