Goldgulden


Goldgulden

Goldgulden (Gulden, Guldiner), eine nach dem Muster des Florens (s. Fiorino, Tafel »Münzen III«, Fig. 12), aber mit fast einem Drittel Silberzusatz, in Deutschland allgemein geprägte Goldmünze (s. Tafel »Münzen IV«, Fig. 8). Von den G. der rheinischen Kurfürsten gingen anfangs 64 auf die kölnische Mark sein, das Stück also bis 10,1964 Mk. Wert, seit 1409 aber 72 Stück, auch wurden 4-, 2-, 1/2- und 1/4-G. geprägt. Nach fortgesetzter Beimischung von Silber bis drei Viertel und mehr bestimmte die Reichsmünzordnung von 1559 seinen Gehalt an Gold auf 181/2, an Silber auf 32/3 und an Kupfer auf 15/6 Karat sowie das Gewicht auf 1/72 Mark = 7,0664 Mk. Mehr und mehr trat der Dukaten an seine Stelle; der zuletzt auftretende hannöversche G. nach 1749 = 7,2 Mk. enthielt mehr Gold; als Rechnungseinheit in süddeutschen Goldmünzen vor 1838 hatte der G. 32/3 Silbergulden Wert. Neuerdings bezeichnet man als G. die Einheit in den österreichisch-ungarischen Acht- und Vierguldenstücken = 2,025 Mk. Vgl. Gulden.


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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  • Goldgülden — Goldmünze, aus dem Florenus im 14. Jahrh. in den Hansestädten entstanden, nach Gepräge, Gewicht u. Feinheit derselben; später schlugen sie die rheinischen Kurfürsten u. dann fast alle Münzstände Deutschlands. Nach Kaiser Ferdinands Edict von 1559 …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Goldgulden — Der Gulden (von mhd. guldin (pfenni(n)c/florin) ‚Goldmünze‘) ist eine historische Münze (ursprünglich aus Gold, später auch aus Silber) und Währungseinheit mehrerer Staaten. Die reguläre Abkürzung ist fl. oder f. für Fiorino, lat. florenus aureus …   Deutsch Wikipedia

  • Goldgulden, Goldgülden — Goldgulden, Goldgülden, vergl. Floren; von 1559 an zu 18 Karat und 6 Grän ausgemünzt, machte als allgemeine Goldmünze dem Ducaten Platz …   Herders Conversations-Lexikon

  • Goldgülden, der — Der Goldgülden, an einigen Orten auch Goldgulden, des s, plur. ut nom. sing. eine Goldmünze, welche ehedem sehr häufig in verschiedenen Ländern gepräget wurde, in manchen auch noch jetzt theils in Natura, theils als eine Rechnungsmünze üblich ist …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Blaue Gulden — Goldgulden des Herzogs Reinald von Geldern Blauer Gulden, Niederländisch blauwe guldens , ist ein Sammelbegriff für unterwertige Goldmünzen aus den Niederlanden. Der 12 karätige Goldgulden unter Herzog Reinald von Geldern (1401 1423) erreichte… …   Deutsch Wikipedia

  • Blauer Gulden — Goldgulden des Herzogs Rainald von Geldern Blauer Gulden, Niederländisch blauwe guldens , ist ein Sammelbegriff für unterwertige Goldmünzen aus den Niederlanden. Der 12 karätige Goldgulden unter Herzog Rainald von Geldern (1401 1423) erreichte… …   Deutsch Wikipedia

  • Florene — Der Gulden (von mhd. guldin (pfenni(n)c/florin) ‚Goldmünze‘) ist eine historische Münze (ursprünglich aus Gold, später auch aus Silber) und Währungseinheit mehrerer Staaten. Die reguläre Abkürzung ist fl. oder f. für Fiorino, lat. florenus aureus …   Deutsch Wikipedia

  • Florener — Der Gulden (von mhd. guldin (pfenni(n)c/florin) ‚Goldmünze‘) ist eine historische Münze (ursprünglich aus Gold, später auch aus Silber) und Währungseinheit mehrerer Staaten. Die reguläre Abkürzung ist fl. oder f. für Fiorino, lat. florenus aureus …   Deutsch Wikipedia

  • Österreichischer Gulden — Der Gulden (von mhd. guldin (pfenni(n)c/florin) ‚Goldmünze‘) ist eine historische Münze (ursprünglich aus Gold, später auch aus Silber) und Währungseinheit mehrerer Staaten. Die reguläre Abkürzung ist fl. oder f. für Fiorino, lat. florenus aureus …   Deutsch Wikipedia

  • Gulden — Der Gulden (von mhd. guldin (pfenni(n)c/florin) ‚Goldmünze‘) ist eine historische Münze und Währungseinheit mehrerer Staaten. Die reguläre Abkürzung ist fl. oder f. für Fiorino, lat. florenus aureus, französisch Florin, ungarisch Forint. Sie… …   Deutsch Wikipedia