Seijid

Seijid

Seijid (arab., »Herr«, bei den Arabern Scherîf, Plur. Eschrâf), Titel der Abkömmlinge des Propheten Mohammed von seiner Tochter Fatime, der Frau Alis, denen allein es zusteht, einen grünen Turban und ein grünes Oberkleid zu tragen. Die Zahl der Seijids ist beträchtlich; in den meisten Ländern stehen sie nicht in großem Ansehen. In Persien gibt es ihrer mehrere Zweige (Aliden, Fatimiden, Dschafariden etc.), doch auch viele Pseudo-Seijids. Nach dem Tod eines S. werden auf seinem Grabe der in Stein ausgehauene Turban und die Kuppel seines Grabmals grün angestrichen.


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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  • Firuzabadi — Firuzabadi, Mohammed ibn Ja kûb, hervorragender arab. Gelehrter, geb. 1329 zu Karezin bei Schiraz, gest. 1414, studierte in Schiraz, Wasit, Bagdad und Damaskus, unternahm ausgedehnte Reisen und kam 1393 nach Zebîd in Südarabien, wo er Oberkadi… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Scherîf — (arab., »edel«), in arabischen Ländern Name der Abkömmlinge des Propheten Mohammed, die in Persien und der Türkei meist Seijid (s. d.) heißen. Die Listen der Scherîfe werden in der Türkei und Ägypten von dem Nakîb ul eschrâf (s. d.) geführt. Der… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

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