Neumann


Neumann

Neumann, 1) Johann Balthasar, Architekt, geb. 1687 in Eger, gest. 1753 in Würzburg, kam 1711 in würzburgische Artilleriedienste und bildete sich mit Unterstützung des Fürstbischofs Johann Philipp von Schönborn in Italien, Frankreich und den Niederlanden zu einem der ersten Architekten seiner Zeit aus. Seine Hauptwerke sind das großartige, nach dem Muster des Versailler Schlosses in italienisch-französischem Barockstil 1720–44 ausgeführte Schloß in Würzburg mit imposanter Treppenhausanlage und das Schloß in Bruchsal. Andre Bauten von N. sind: das Schloß in Werneck, die Abteikirchen von Neresheim, Schönthal an der Jagst und Schwarzach am Main und die Deutschordenskirche in Mergentheim. Vgl. Keller, Balthasar N. (Würzb. 1896).

2) Karl Friedrich, Orientalist, geb. 28. Dez. 1793 in Reichmannsdorf bei Bamberg von jüdischen Eltern namens Bamberger, gest. 17. März 1870 in Berlin, studierte in Heidelberg, München, wo er 1818 evangelisch wurde, und Göttingen, lehrte 1822–25 am Gymnasium zu Speyer, machte armenische Studien bei den Mechitaristen auf San Lazzaro bei Venedig, ging 1828 nach Paris und brachte auf einer Reise nach China 1829 eine chinesische Bibliothek von 12,000 Bänden (jetzt in München) zusammen. Auch für die königliche Bibliothek in Berlin kaufte er 2400 Bände. Zurückgekehrt, wurde er 1831 Professor in München, aber 1852 seiner politischen Richtung wegen in den Ruhestand versetzt und lebte seit 1863 in Berlin. Er schrieb: »Versuch einer Geschichte der armenischen Literatur« (Leipz. 1836); »Die Völker des südlichen Rußland« (vom Institut de France gekrönte Preisschrift, das. 1846; 2. Aufl., das. 1855); »Geschichte des englisch-chinesischen Kriegs« (das. 1846, 2. Aufl. 1855); »Geschichte des englischen Reichs in Asien« (das. 1857, 2 Bde.); »Ostasiatische Geschichte 1840–1860« (das. 1861) und »Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika« (Berl. 1863–66, 3 Bde.). Daneben gab er Gützlaffs »Geschichte des chinesischen Reichs« (Stuttg. 1847) heraus. Ein Verzeichnis seiner Arbeiten enthält das Journal der Royal Asiatic Society (Lond. 1871).

3) Franz, Physiker, geb. 11. Sept. 1798 in Joachimsthal bei Berlin, gest. 23. Mai 1895 in Königsberg i. Pr., studierte, nachdem er den Krieg von 1815 mitgemacht hatte, 1817–20 in Jena und Berlin, habilitierte sich 1826 als Privatdozent in Königsberg und wurde 1828 außerordentlicher, 1829 ordentlicher Professor daselbst. Unter seinen zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten ragen besonders hervor: seine Theorie der Reflexion und Brechung des Lichtes unter der Voraussetzung, daß die Schwingungen in der Polarisationsebene erfolgen; die Entwickelung der Gesetze der Doppelbrechung in komprimierten oder ungleichförmig erwärmten unkristallinischen Körpern, der Farben zweiachsiger Kristalle im polarisierten Lichte; das allgemeine Prinzip der mathematischen Theorie induzierter elektrischer Ströme und seine Methode zur Bestimmung der spezifischen Wärme der Körper. Im Druck erschienen seine »Vorlesungen über die Theorie des Magnetismus« (Leipz. 1881), »Einleitung in die theoretische Physik« (hrsg. von Pape, das. 1883), »Vorlesungen über elektrische Ströme« (hrsg. von Bondermühll, das. 1884), »Vorlesungen über theoretische Optik« (hrsg. von Dorn, das. 1885), »Vorlesungen über die Theorie der Elastizität« (hrsg. von O. E. Meyer, das. 1885), »Vorlesungen über die Theorie des Potentials« (hrsg. von seinem Sohn Karl N., das. 1887) und »Vorlesungen über Kapillarität« (hrsg. von Wangerin, das. 1894). Vgl. Volkmann, Franz N. (Leipz. 1895); Luise Neumann, Franz N., Erinnerungsblätter von seiner Tochter (Tübing. 1904).

4) Rudolf von, preuß. Artilleriegeneral, geb. 22. Dez. 1805 zu Karlsruhe i. Schl., gest. 30. April 1881 in Berlin, trat 1821 in die 6. Artilleriebrigade, wurde 1840 Mitglied der Artillerie-Prüfungskommission, 1865 Präses derselben und in demselben Jahr »wegen seiner Verdienste um die Waffe« geadelt und zum Generalmajor befördert. Als Generalleutnant nahm er 1868 den Abschied. N. hat große Verdienste um die Entwickelung der gezogenen Geschütze, die wissenschaftliche Begründung ihrer Konstruktion und die innere Ballistik derselben. Er erfand 1859 die Perkussionszünder, schrieb »Über das Schießen und Werfen aus Geschützen« (Berl. 1856) und war 30 Jahre Redakteur des »Archivs für die Artillerie- u. Ingenieuroffiziere des preußischen (nachher deutschen) Heeres«.

5) Hermann Kunibert, Dichter, geb. 12. Nov. 1808 in Marienwerder, gest. 8. Nov. 1875 in Neiße, betrat die militärische Laufbahn, ging aber bald aus Gesundheitsrücksichten zum militärischen Verwaltungsdienst und war seit 1853 Garnisonverwaltungsoberinspektor in Neiße. N. hat in erzählenden und lyrischen Dichtungen namentlich religiösen und vaterländischen Sinn in ansprechender Form verkörpert. Von den epischen Dichtungen nennen wir: »Nur Jehan« (Torg. 1843; 3. Aufl., Leipz. 1876); »Jürgen Wullenweber« (Leipz. 1846); »Dinonhy« (das. 1865); »Die Atheisten« (Bresl. 1869); ferner die erst aus seinem Nachlaß herausgegebenen Epen »Das Hohelied« (Dresd. 1901) und »Saul« (Leipz. 1902). Als Lyriker veröffentlichte N. »Gesammelte Dichtungen« (Neiße 1856); die Sonettensammlung »Lazarus« (das. 1858); »Geharnischte Sonette« (das. 1859); »Herzenslieder« (Leipz. 1870); »Krieg dem Kriege« (Bresl. 1871); »Deutsches Schwert und Lied« (das. 1871); eine von seiner Tochter veranstaltete Sammlung seiner besten lyrischen Erzeugnisse erschien mit einer Vorrede von Wünsche u. d. T. »Gedichte« (Dresd. 1904). Auf dramatischem Gebiete (»Das letzte Menschenpaar«, 1844, und »Die Auferstehung«, 1870) versuchte er sich mit geringerm Glück.

6) Karl, Historiker und Geograph, geb. 27. Dez. 1823 in Königsberg, gest. 29. Juni 1880 in Breslau, studierte seit 1842 in Königsberg und redigierte 1856 bis 1860 die Berliner »Zeitschrift für allgemeine Erdkunde«, wurde 1860 außerordentlicher Professor der Geschichte in Breslau, blieb aber bis 1863 noch in Berlin als Hilfsarbeiter im Staatsministerium und wurde 1865 ordentlicher Professor. Von seinem Hauptwerk: »Die Hellenen im Skythenlande« erschien nur der erste Band (Berl. 1855). Nach seinem Tode wurden aus seinen Vorlesungen herausgegeben: »Geschichte Roms während des Verfalls der Republik« (Bresl. 1881–84, 2 Bde.); »Das Zeitalter der Punischen Kriege« (das. 1883); »Physikalische Geographie von Griechenland mit besonderer Rücksicht auf das Altertum« (mit Partsch, das. 1885).

7) Karl Gottfried, Mathematiker, Sohn von N. 3), geb. 7. Mai 1832 in Königsberg, studierte daselbst seit 1850, habilitierte sich 1858 in Halle, wurde 1863 ordentlicher Professor in Basel, 1865 in Tübingen und 1868 in Leipzig. N. hat um die Theorie des Potentials, besonders um die des logarithmischen Potentials, deren eigentlicher Begründer er ist, hervorragende Verdienste. Er schrieb: »Vorlesungen über Riemanns Theorie der Abelschen Integrale« (Leipz. 1865, 2. Aufl. 1884); »Das Dirichletsche Prinzip« (das. 1865); »Die Haupt- und Brennpunkte eines Linsensystems« (das. 1866, 2. Aufl. 1893); »Theorie der Besselschen Funktionen« (das. 1867); »Die Prinzipien der Elektrodynamik« (Tübing. 1868); »Über die Prinzipien der Galilei-Newtonschen Theorie« (Leipz. 1870); »Die elektrischen Kräfte« (das. 1873–98, 2 Bde.); »Vorlesungen über die mechanische Theorie der Wärme« (das. 1875); »Untersuchungen über das logarithmische und Newtonsche Potential« (das. 1877); »Über die nach Kreis-, Kugel- und Zylinderfunktionen fortschreitenden Entwickelungen« (das. 1881); »Hydrodynamische Untersuchungen« (das. 1883); »Über die Methode des arithmetischen Mittels« (das. 1887–88, 2 Tle.); »Beiträge zu einzelnen Teilen der mathematischen Physik« (das. 1893); »Untersuchungen über das Newtonsche Prinzip der Fernwirkungen« (das. 1896). Außerdem hat er die Vorlesungen seines Naters über die Theorie des Potentials und der Kugelfunktionen herausgegeben. Mit Clebsch begründete er 1868 die »Mathematischen Annalen«, die er nach dessen Tode von 1873–76 redigierte.

8) Friedrich Julius von, Nationalökonom, Bruder des vorigen, geb. 12. Okt. 1835 in Königsberg, studierte hier uno in Leipzig Staats- und Rechtswissenschaft, wurde 1864 Regierungsassessor, habilitierte sich 1865 an der Universität Königsberg, wurde 1871 als Professor der Volkswirtschaftslehre nach Basel, 1873 nach Freiburg i. Br. und von da 1876 nach Tübingen berufen. Er schrieb neben zahlreichen Abhandlungen (so über Grundbegriffe der Volkswirtschaftslehre in Schönbergs »Handbuch der politischen Ökonomie«): »Die deutsche Fabrikgesetzgebung« (Jena 1873); »Die progressive Einkommensteuer im Staats- und Gemeindehaushalt« (in den Schriften des Vereins für Sozialpolitik, Leipz. 1874; Neudruck 1904); »Ertragssteuern oder person liche Steuern vom Einkommen und Vermögen?« (Freib. 1876); »Die Steuer« (Leipz. 1887, Bd. 1); »Volk und Nation« (das. 1888); »Grundlagen der Volkswirtschaftslehre« (1. Abt., Tübing. 1889); »Zur Gemeindesteuerreform in Deutschland« (das. 1895); »Die persönlichen Steuern vom Einkommen, verbunden mit Ertrags- oder mit Vermögenssteuern« (das. 1896). Seit 1883 gibt er »Beiträge zur Geschichte der Bevölkerung in Deutschland seit dem Anfang dieses Jahrhunderts« (Tübing.) heraus.

9) Angelo, Sänger und Bühnenleiter, geb. 18. Aug. 1838 in Wien, wählte zuerst den kaufmännischen Beruf, bildete sich dann zum Sänger aus und gehörte seit 1859 als Tenorist den Opernbühnen zu Krakau, Ödenburg, Preßburg und 1862–76 der Wiener Hofoper an. 1876 wurde er unter der Direktion Försters als Operndirektor nach Leipzig gezogen, von wo aus er bereits einige Ensemblegastspiele (in Berlin, London) zur Ausführung von Wagners »Nibelungen« arrangierte, deren Gelingen ihn veranlaßte, sein wanderndes Wagnertheater ins Leben zu rufen (1882), mit dem er bis nach Italien zog. Doch übernahm er Ende 1882 die Direktion des Stadttheaters in Bremen, von wo er 1885 als Direktor des deutschen Landestheaters nach Prag berufen wurde, das unter seiner Leitung einen großen Aufschwung nahm.

10) Fritz, roman. Philolog, geb. 23. April 1854 in Warnemünde, wurde 1882 ordentlicher Professor zu Freiburg i. Br. und im Herbst 1890 in Heidelberg. Er widmete sich vorwiegend der Sprachforschung und gab heraus: »Zur Laut- und Flexionslehre des Altfranzösischen« (Heilbr. 1878), »Die romanische Philologie, ein Grundriß« (Leipz. 1886; auch in ital. Übersetzung), und redigiert seit 1880 mit Behaghel das »Literaturblatt für germanische und romanische Philologie«.

11) Ludwig, Geograph, geb. 19. Mai 1854 zu Pfullendorf im bad. Kreis Konstanz, studierte 1873 bis 1877 zu Freiburg i. Br. und Berlin Mathematik und Naturwissenschaften, war 1877–85 Gymnasiallehrer in Freiburg u. Heidelberg, habilitierte sich 1886 in Freiburg für Geographie und wurde 1891 außerordentlicher, 1906 ordentlicher Professor daselbst. Er machte größere Reisen in Spanien, Algerien, Bosnien, Rußland und schrieb unter anderm: »Orometrie des Schwarzwaldes« (Wien 1886); »Geographische und geologische Übersicht des Rheingebietes« (in »Der Rheinstrom«, Berl. 1889); »Die Volksdichte im Großherzogtum Baden« (Stuttg. 1892); »Europa, eine allgemeine Länderkunde« (gemeinschaftlich mit A. Philippson, Leipz. 1894); »Veränderungen der Volksdichte im südlichen Schwarzwald« (Universitäts-Festschrift, Freiburg 1896); »Der Schwarzwald in Wort und Bild« (Stuttg. 1897; 4. Aufl. mit Dölker, 1903);. »Der Schwarzwald« (in den »Monographien zur Erdkunde«, Bielef. 1902). Auch übersetzte er G. Marinellis Schrift »Die Erdkunde bei den Kirchenvätern« (Leipz. 1885). Im »Geographischen Jahrbuch« bearbeitet er seit 1894 die geographischen Übersichten über das Deutsche Reich.

12) Karl Johannes, deutscher Geschichtsforscher, geb. 9. Sept. 1857 zu Glogowo in der Provinz Posen, studierte 1875–80 in Leipzig und Tübingen, habilitierte sich 1881 in Halle für alte Geschichte, wurde 1884 außerordentlicher Professor und Direktor des Instituts für Altertumswissenschaft an der Universität Straßburg und 1890 ordentlicher Professor daselbst. Er veröffentlichte: »Juliani Imperatoris librorum contra Christianos quae supersunt« und »Kaiser Julians Bücher gegen die Christen. Nach ihrer Wiederherstellung übersetzt« (Leipz. 1880); »Strabons Landeskunde von Kaukasien« (das. 1883); »Ludwig Lange, Nekrolog« (Berl. 1886); »Der römische Staat und die allgemeine Kirche bis auf Diokletian« (Bd. 1, Leipz. 1890); »Die Grundherrschaft der römischen Republik, die Bauernbefreiung und die Entstehung der servianischen Verfassung« (Rede, Straßb. 1900); »L. Junius Brutus, der erste Konsul« (in der Festschrift zur 46. Philologenversammlung, das. 1901); »Hippolytus von Rom« (1. Abt., Leipz. 1902).

13) Christiane, Schauspielerin, von Goethe unter dem Namen Euphrosyne verherrlicht; s. Becker 21).

14) Amalie und Luise, Schauspielerinnen, s. Haizinger 2).


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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