Märcker


Märcker

Märcker, Maximilian, Agrikulturchemiker, geb. 25. Okt. 1842 in Kalbe a. S., gest. 18. Okt. 1901 in Gießen, studierte 1861–64 in Greifswald und Tübingen Chemie, wurde 1866 Assistent an der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Braunschweig, 1867 an der in Göttingen-Weende, 1871 Dirigent der Versuchsstation für die Provinz Sachsen in Halle, wo er 1872 außerordentlicher, 1891 ordentlicher Professor der Agrikulturchemie an der Universität wurde. 1905 wurde ihm hier ein Denkmal errichtet. M. erwarb sich besondere Verdienste um die wissenschaftliche Begründung der Spiritusfabrikation und um die Reform der landwirtschaftlichen Feldversuche und organisierte die Versuchstätigkeit der praktischen Landwirte auf dem Gebiet der Düngungs- und Fütterungslehre. Er schrieb: »Handbuch der Spiritusfabrikation« (Berl. 1877; 8., neu bearbeitete Aufl., hrsg. von Delbrück 1903); »Die zweckmäßigste Anwendung der künstlichen Düngemittel für Kartoffeln« (das. 1880); »Die Kalisalze und ihre Anwendung in der Landwirtschaft« (das. 1880; 3. Aufl., neu bearbeitet von M. Hoffmann, 1905); »Wesen und Verwertung der getrockneten Diffusionsrückstände der Zuckerfabriken« (mit Morgen, das. 1891); »Das Flußsäure verfahren in der Spiritusfabrikation« (das. 1891); »Fütterung und Schlachtergebnis« (mit Morgen, das. 1893); »Die Kalidüngung in ihrem Wert für die Erhöhung und Verbilligung der landwirtschaftlichen Produktion« (2. Aufl., das. 1893); »Amerikanische Landwirtschaft und landwirtschaftliches Versuchs- und unterrichtswesen« (das. 1895); »Anleitung zum Brennereibetrieb« (3. Aufl. von Delbrück und Lange, das. 1904); »Untersuchungen über den Wert des neuen 40prozentigen Kalidungsalzes gegenüber dem Kainit« (mit Schneidewind, das. 1901 u. 1902); »Fütterungslehre« (hrsg. von Albert, das. 1902). Auch gab er den Bericht über die Versuchswirtschaft Lauchstädt der Landwirtschaftskammer für die Provinz Sachsen (Berl., seit 1898) heraus. Vgl. Behrend, Max. M., ein Rückblick (Berl. 1902).


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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