Keule

Keule

Keule, älteste Hieb- und Wurfwaffe aller Völker, speziell der Germanen, als Caja (s. d.) bis ins 15. Jahrh. im Gebrauch, als Teutona mit den Goten nach Spanien gewandert. Bei den Kelten war die Wurfkeule Cateia genannt. Auf die K. ist die Entstehung des Morgensterns (s. d.), vielleicht auch des Lassos zurückzuführen; s. Streitkolben. Vgl. auch Tafel »Indianische Kultur I«, Fig. 1 u. 9; Tafel II, Fig. 1; III, Fig. 15. Neuerdings ist nach englischem Vorgang das Schwingen mit hölzernen Keulen auch von der Turnkunst in den Bereich ihrer Übungen aufgenommen worden. Vgl. Zettler, Das Turnen mit der K. (Leipz. 1884); Wortmann, Das Keulenschwingen in Wort und Bild (4. Aufl. von Hentzschel, Hof 1905); Scharf und Schröder, Das Keulenschwingen (Berl. 1894); Möller, Das Keulenschwingen in Schule, Verein und Haus (2. Aufl., Leipz. 1904); Wohlrath und Jakob, Das Keulenschwingen (Wien 1901); Gasch, 33 Turntafeln für das Keulenschwingen (Leipz. 1901); Volze, Das Schwingen mit der Keule (Frankf. 1901).


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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  • Keule — Keule …   Deutsch Wörterbuch

  • Keule — Angaben Waffenart: Keule Bezeichnungen …   Deutsch Wikipedia

  • Keule — Sf std. (13. Jh.), mhd. kiule Keule, Stock, Stange Stammwort. Zugehörigkeitsbildung zu mhd. kūle Kugel (Kaulquappe, Kugel), also mit einer Kugel (Verdickung) versehen . Entsprechend (mit dem g von Kugel) mndl. cogele Kugel , ae. cycgel Knüttel .… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Keule — Keule: Die nur dt. Bezeichnung der Hieb und Wurfwaffe (mhd. kiule) gehört im Sinne von »Stock mit verdicktem Ende, kugelförmiger Gegenstand« zu der vielfach weitergebildeten und erweiterten idg. Wurzel <WA>*gēu </WA>»biegen, krümmen« …   Das Herkunftswörterbuch

  • Keule [1] — Keule 1) längliches, am Ende dickeres Werkzeug zu Schlag u. Stoß; 2) an lebendigen u. geschlachteten Thieren das hintere Dickbein; 3) der Theil des Schafvließes, welcher auf der Seitenfläche der Hinterschenkel gewachsen ist …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Keule [2] — Keule, Art der Gattung Bohrwurm, s.d. b) …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Keule [3] — Keule, Dorf im Kreise Rothenburg des Regierungsbezirks Liegnitz der preußischen Provinz Schlesien; Eisenhütte; 300 Ew …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Keule — Prügel; Knüppel; Schläger * * * Keu|le [ kɔy̮lə], die; , n: 1. (als Waffe zum Schlagen bestimmter) länglicher Gegenstand mit verdicktem Ende: die Eingeborenen schlugen den Forscher mit Keulen tot. 2. Schenkel von bestimmtem Geflügel; Oberschenkel …   Universal-Lexikon

  • Keule — Keu·le die; , n; 1 eine längliche Waffe aus Holz, die an einem Ende dünn und am anderen Ende dick ist <die Keule schwingen; jemanden mit einer Keule erschlagen>: Die Neandertaler verwendeten Keulen als Waffen || K : Keulenschlag 2 ein… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Keule — 1. Eine Keule ohne Hand (die niemand schwingt) ist nicht gefährlich. 2. Grosse Keulen, grosse Schläge; grosse Schläge, grosse Beulen. 3. Grosse Keulen schlagen grosse Beulen. – Petri, II, 359. »Wiltu dich schlahen, kempffen, rauffen, oder mit eim …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

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