Geräte der Naturvölker


Geräte der Naturvölker

Geräte der Naturvölker (hierzu Tafel I u. II »Geräte der Naturvölker, mit Erklärungsblatt), von Menschenhand geformte Gegenstände, die wirtschaftlichen Zwecken oder der häuslichen Bequemlichkeit dienen, im weitern Sinn auch die dem Kultus, dem Kriege, der Schiffahrt etc. bestimmten Dinge, sind nichts andres als Erweiterungen, Verbesserungen oder, nach Kapps Ausdruck, Projektionen der menschlichen Organe: die Kleidung vermehrt die Schutzkraft der Haut, der Hammer entspricht der geballten Faust, ist aber widerstandsfähiger und entsprechend der Länge des Stiels schwungkräftiger; der Stößel des Mörsers oder der Reibstein zerkleinert Nahrungsmittel, die sonst die Zähne mühsam zermalmen müßten; Gefäße ermöglichen, Massen von Nahrungsstoffen zu transportieren oder aufzubewahren etc. Indem so der menschliche Geist die Natur bezwingen lernt, eröffnet sich der Ausblick auf eine unendliche Entwickelung. Die G. aber setzen uns in den Stand, einen Teil der bisherigen Menschheitsgeschichte zu überschauen.

Die verfügbaren Materialien zur Herstellung von Geräten sind nicht überall dieselben: die Eskimo fertigen notgedrungen eine Menge von Gerätschaften aus Knochen, die anderswo aus Holz hergestellt werden; wo sich passende weiche Gesteine finden, werden sie zu Lampen, Eßschüsseln etc. verarbeitet (Fig 48), während man anderswo wieder ungewöhnlich verschiedenartige Geräte aus gebranntem Ton, aus Leder oder aus Bambus herstellt. Stellenweise ist die Flechtkunst sehr entwickelt, so daß selbst Wassergefäße und Löffel aus dichtem Flechtwerk verfertigt werden (Fig. 28). Strandvölker benutzen Schnecken- und Muschelschalen zu Axtklingen, Löffeln, Schabinstrumenten etc. Aus Kokosnüssen oder Kalebassen fertigt man mit geringer Mühe Gefäße, die man anderwärts mit viel größerer Schwierigkeit aus weniger geeignetem Material herstellen muß. Als Vorläufer der Metalle, die ein großer Teil der Naturvölker nicht kannte, erscheinen die Steine, die für die Urzeit aller Völker eine ungeheure Wichtigkeit haben. Am gesuchtesten waren Steinarten, die hart und zugleich zäh sind, wie Nephrit und Jadeit, oder solche, die sich in scharfkantige Splitter zerschlagen lassen, wie der Feuerstein und Obsidian. Für schwere Hämmer eigneten sich besser Basalt oder Granit. Steingeräte wurden noch bis in die neueste Zeit von Naturvölkern massenhaft verwendet (Fig. 1–4, 38, 39, 43, 48 und 49). Auch andre, von Naturvölkern viel gebrauchte Stoffe haben für die Kulturvölker ihre Wichtigkeit verloren, z. B. Baumrinde, die man noch jetzt in Polynesien u. zu Kleidungsstücken verarbeitet, aus der aber auch Gefäße u. dgl. gefertigt werden (Fig. 52). Andre Stoffe wieder sind als Gerätmaterial zu kostbar geworden, wie das Elfenbein, das man früher in Afrika auch zu Mörserkeulen und Rindenklopfer verarbeitete.

Viele eigenartige G. sind bei höherer Kultur überflüssig geworden. So gibt es bei allen Völkern, die durch Klopfen von Baumrinde Kleiderstoffe verfertigen, wie bei den Polynesiern und vielen afrikanischen Stämmen, hammer- oder keulenartige Klopfinstrumente (Fig. 45), die natürlich mit Einführung von Geweben verschwinden. Auch das Schaben der Baumrinde mit Rindenkratzern (Fig. 38) wird von höher entwickelten Völkern nicht geübt. Die Apparate zum Feuerbohren (Fig. 44), Feuerschlagen etc. weichen verbesserten Feuerzeugen; auch die Holzkeulen, mit denen der Landbebauer die Erdschollen zerkleinert, oder die spitzen Stöcke, mit denen er die Erde aufritzt, werden verdrängt durch die Ackergeräte der Kulturvölker. Sehr viele Geräte haben ein beschränktes Verbreitungsgebiet und werden zu wichtigen ethnologischen Merkmalen; die Hängematte z. B. findet sich in Südamerika, Neuguinea und Westafrika, aber keineswegs bei allen Stämmen dieser Gebiete; Tongefäße fehlen in fast ganz Polynesien. Andre Gerätschaften sind durch bestimmte Verhältnisse veranlaßt und deshalb naturgemäß auf gewisse Gebiete beschränkt; Fischereiwerkzeuge, Nadeln zum Netzstricken (Fig. 17) fehlen den Bewohnern trockner Steppengebiete, Ackerbaugeräte den Nomaden und den unsteten Völkern, Geräte des Hirtendaseins sind Australien und Polynesien fremd geblieben. Wo kein Reis gebaut wird, sind auch Reismörser (Fig. 11) überflüssig, und wo man kein größeres Wild jagt oder keine größern Haustiere züchtet, fallen auch die Instrumente zur Bearbeitung der Felle weg. Die Nackenstütze (Fig. 23 u. 24), die in sehr mannigfachen Formen fast in allen Erdteilen vorkommt und selbst bei höher kultivierten Völkern, wie den Japanern, gebräuchlich ist, dient zur Schonung einer künstlichen Frisur, die nicht täglich erneuert werden kann. Ein ganz vereinzeltes Gerät ist der Schnurrbarthalter der Aino (Fig. 50), ein flaches Holz, das beim Trinken über das Gefäß gelegt wird, um den Bart, der bei diesem Volk ungewöhnlich stark zu sein pflegt, am Eintauchen zu verhindern. Nur wo das Betelkauen herrscht, findet sich die Kalkbüchse mit Spatel, die zur Ausrüstung des Betelkauers gehört (Fig. 32); ebenso sind die Pfeifen der Hanfraucher und der Opiumraucher nur in bestimmten Gebieten zu finden. Noch launenhafter ist die Verbreitung mancher andrer Geräte; so besitzen die Kaffern besondere Löffelchen zum Reinigen der Nase und der Ohren, in andern Teilen Afrikas hat man besondere Instrumente zum Ausziehen von Dornen und Splittern aus den Füßen (Fig. 53), auf Fidschi wurden bei kannibalischen Schmausereien eigentümliche hölzerne Gabeln verwendet; gebogene Röhrchen zum Einblasen des Schnupftabaks in die Nase finden sich bei südamerikanischen Indianern.

Viele Kriegswaffen dienen zugleich zur Jagd, anderseits Wirtschaftsgeräte als Waffen. Messer, Äxte, Beile und Hämmer nehmen solche Doppelstellung ein, australische Keulen dienen zugleich als Grabstöcke, Speerspitzen in Afrika zum Zerlegen des Fleisches, Stäbe als Spazierstöcke, Würdezeichen und Waffen. Schönverzierte Äxte werden als Schmuck getragen, Tongefäße, Hacken, Spaten etc. massenhaft als Wertbesitz aufgehäuft, Gefäße mit Zaubermitteln gefüllt und mit darauf bezüglichen Ornamenten als Amulette aufgestellt.

Im ganzen nimmt die Menge und Mannigfaltigkeit der Geräte mit steigender Kultur beständig zu. Ein Blick auf die Ursachen dieser Steigerung wird vielleicht noch am ehesten zugleich eine Übersicht der Geräte geben, wie sie bei den Naturvölkern vorhanden sind. – Die primitivsten Völker (Sammler oder unstete Völker), wie die Australier, die weder Landbau noch Viehzucht treiben, verfügen außer einigen Jagd- und Fischereigeräten nur über wenig andre. Körbe (Fig. 13) und Beutel, spitze Stöcke zum Wurzelgraben, knöcherne Pfriemen, schlecht gearbeitete Beile, Messer und Schaber aus Stein stellen ihren Kulturbesitz dar. Vielleicht noch armseliger sind die Feuerländer und Buschmänner ausgestattet, die sich mit den Schalen der Straußeneier behelfen. Immerhin machen letztere durch Beschweren mit einem durchbohrten Stein den Grabstock wirksamer (Fig. 5). Viel höher entwickelt sind Jagd- und Fischervölker, wie die Eskimo mit ihren zahlreichen Geräten aus Knochen, Stein, Horn und Treibholz (Fig. 17, 40, 47 u. 48), die Indianerstämme Nordwestamerikas (Fig. 14, 18, 26, 39 u. 43) oder die Aino. Unstete Völker können auf ihren Wanderzügen nur das Nötigste bei sich tragen, aber auch bei den viel höher stehenden nomadischen Viehzüchtern hält die Notwendigkeit des Wanderns jede Vermehrung der Geräte in Schranken und zwingt zur Bevorzugung leichten und dauerhaften Materials, wie hölzerner oder lederner Milchgefäße, Ledersäcke statt schwerer Kisten etc. Um so stärker vermehrt der Ackerbau, der die Seßhaftigkeit begünstigt, die Zahl der Gerätschaften. Zuerst dient der einfache spitze Grabstock auch zum Ackerbau, dann aber entwickelt sich aus dem abgestutzten, gabelförmigen Baumast die hölzerne Hacke, die Urform aller spätern Hacken, Beile und Äxte. Ein scharfer Stein und endlich ein Stück Metall als Schneide erhöht ihre Wirksamkeit ungemein. Die beste Befestigung der Schneide am Stiel wird auf verschiedene Weise angestrebt. Schwere, hammerartige Steinklingen klemmt man in den Stiel oder bindet sie an den durchlöcherten Griff fest (Fig. 1), bis man endlich lernt, den Stein selbst zu durchbohren (Fig. 2). Eine originelle Art der Befestigung zeigt Fig. 3. Feine, scharfgeschliffene, aber schwer zu durchbohrende Steinsplitter müssen künstlich in den gebogenen Stiel eingesetzt werden (Fig. 4). Steinäxte dienen mehr zum Fällen von Bäumen u. dgl., Ackerbaugeräte im eigentlichsten Sinn aber sind die afrikanischen eisernen Hacken (Fig. 6). Zum Mähen des Getreides dienen Sicheln (Fig. 7), auch Hacken (Fig. 8) und Holzgabeln sind vielfach bekannt, ebenso Spaten (eiserne besonders in Afrika). Der Pflug fehlt den meisten Naturvölkern, findet sich aber doch bei den Battak im Innern Sumatras (Fig. 9). Die eingebrachte Ernte muß dann in großen Gefäßen aus Flechtwerk (Fig. 10) oder Ton aufbewahrt werden; die weitere Zubereitung des Getreides erfordert Stampfmörser (Fig. 11 u. 12) oder Handmühlen. Nirgends tritt der Scharfsinn primitiver Völker deutlicher hervor als in den sinnreich konstruierten Fallen für das Wild und den außerordentlich mannigfachen, oft für die Eigenart ganz bestimmter Fische berechneten Fischereigeräten (Fischangeln, Fig. 14 u. 15, Fischkorb, Fig. 16); die Netzflechterei (vgl. die Flechtnadeln, Fig. 17) ist oft hoch entwickelt. Als Beispiel eines originellen Jagdgerätes mag der Eiskratzer der Tschuktschen dienen, dessen Geräusch die Seehunde herbeilocken soll (Fig. 37). Mit den Geräten für den Nahrungserwerb mehrten sich der Hausrat und die Behaglichkeitseinrichtungen. Die Töpferei, wahrscheinlich eine Erfindung der Frauen, liefert feuerfeste Gefäße, die das Kochen am offenen Feuer gestatten (Fig. 19 u. 20); vorher kochte man in hölzernen oder ledernen Gefäßen, in die man glühende Steine warf. Tontöpfe dienen auch als Trinkgefäße und zur Aufbewahrung von Vorräten; bei andern Völkern (Fig. 18) werden die Besitztümer in schön geschnitzten oder bemalten Holzkisten aufbewahrt. Merkwürdige Doppeltöpfe aus Ton (Fig. 21), tönerne Lampen (Fig. 22) und Pfeifen sind weit verbreitet. Nackenstützen, niedrige Sessel, Bettstellen fehlen namentlich in Afrika selten einem Haushalt (Fig. 23–25 und untenstehende Textabbildung), sind aber nicht allgemein; das Bettgestell wird z. B. in Südamerika meist durch die Hängematte vertreten, anderwärts durch einen Vorsprung der Hausmauer u. dgl. gebildet. Speisen und Getränke werden in Schüsseln (Fig. 26) und andern Gefäßen aufgetragen, halbflüssige Speisen mit Hilfe von Löffeln aus Muschelschalen, Horn, Holz etc. (Fig. 27 u. 28) verzehrt, Getränke aus größern Gefäßen oft mittels Saugröhrchen aufgesogen. Zum Abwehren der Fliegen dienen zuweilen besondere Wedel (Fig. 29) und Fächer (Fig. 30); Besen werden aus Palmstroh, Binsen (Fig. 36) etc. verfertigt. Manche Gerätschaften dienen ganz dem Lebensgenuß, wie die afrikanischen Bierfilter (Fig. 31), die Kalkbüchsen der Betelkauer (Fig. 32), die Tabakspfeifen und Tabaksdosen (Fig. 33).

Bettstelle der Menomini-Indianer.
Bettstelle der Menomini-Indianer.

Auch die Zahl der Küchengeräte (Fig. 34 u. 54) wächst mit der Kultur, doch finden sich schon bei Naturvölkern interessante Formen, wie die Hölzer der Trumai, die zum Umwenden der Beijufladen dienen (Fig. 35).

Mit der Entwickelung der Gewerbe steigert sich abermals die Menge der Gerätschaften. Aus einfachen Schab- und Kratzinstrumenten (Fig. 38), Reibsteinen (Fig. 49), Flecht- u. Nähnadeln (Fig. 17 u. 40) gehen zahlreiche verfeinerte Geräte hervor, wie die Spinnräder (Fig. 41) und Webstühle, Schmiedewerkzeuge (Fig. 42), Gerätschaften der Färber, Schiffbauer, Rindenklopfer (Fig. 45) etc. Wären nicht alle diese Dinge lückenhaft verbreitet, so würden die Leistungen der Naturvölker auf diesem Gebiete Staunen erregen; sie bilden ein gewaltiges Dokument der menschlichen Entwickelung.

Wenn auch viele einfache Geräteformen durch das verfügbare Material und den Zweck so gebunden sind, daß sie sich in weitern Gebieten gleichen, so haben doch meist die Gerätschaften jedes Volkes ihren bestimmten Charakter, der sich in Besonderheiten der Form, vor allem in der ornamentalen Verzierung ausspricht. Es fehlt dann auch nicht an Instrumenten zum Beschnitzen und Bemalen (Fig. 39 u. 47). Eine Gruppe von Ornamenten entsteht fast von selbst durch die Beschaffenheit und Verarbeitung des Stoffes, wobei jedoch der Willkür ein bedeutender Spielraum bleibt; hierher gehören die Flechtmuster (Fig. 10 u. 30) und die symmetrischen Ornamente der Tongeräte (Fig. 19 u. 22). Die eigentlich charakteristische Ornamentik pflegt dagegen aus der Umbildung von Tier- und Menschenformen zu entstehen und sich meist auf Ahnenkult oder totemistische Vorstellungen zu beziehen. Der Kasten in Fig. 18 zeigt z. B. die höchst eigenartige Ornamentik der Nordwestamerikaner, bei der von den Tier- und Menschengestalten fast nur die Augen erhalten geblieben sind (vgl. auch Fig. 26); Fig. 51 gibt eine Probe neuseeländischer, Fig. 4 eine solche melanesischer Ornamentik, und Fig. 35 zeigt ein Muster eines brasilischen Waldstammes. Zuweilen erhalten auch die Geräte selbst tierische oder menschlische Formen, wie bei den alten Peruanern und noch heute vielfach in Südamerika (Fig. 20 u. 25) und anderwärts (Fig. 26). Übertragungen stilistischer Besonderheiten von einem Volke zum andern kommen häufig vor und sind wichtige Spuren der ältern Menschheitsgeschichte.

Vgl. Ratzel, Völkerkunde (2. Aufl., Leipz. 1895, 2 Bde.); Schurtz, Urgeschichte der Kultur (das. 1900); Mason über Korbgeflechte, Lederarbeiten und Eskimomesser (»Report of the United States National Museum«, 1890, 1891 und 1892), Hough über Feuerzeuge (ebenda 1890), Ernst über venezuelanische Tongefäße (»Internationales Archiv für Ethnographie«, 1890), Frobenius über Keramik im südlichen Kongobecken (ebenda 1894).


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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