G [1]


G [1]

G (spr. ge), g, lat. G, g, der weiche oder stimmhafte gutturale oder auch palatale Verschlußlaut, s. Lautlehre. In vielen deutschen Mundarten wird g im Wortinnern als Reibelaut gesprochen, so daß der Laut z. B. in liegen, legen dem ch von kriechen, Rehchen entspricht, nur daß er weich (stimmhaft) ist. In Norddeutschland ist überdies die Aussprache als j verbreitet, z. B. liejen, Jott. Sprachgeschichtlich geht unser g gewöhnlich entweder auf ursprüngliches gh zurück, z. B. steigen = sanskrit stigh- (steigen), oder auf ursprüngliches k, z. B. Schwiegermutter = lat. socrus. Der Buchstabe q heißt im Semitischen GhimelKamel«), seiner Form wegen; hiervon kommt der griechische Name Gamma her. Von dem griechischen Zeichen (Γ und <) stammt das römische C ab; aus diesem bildeten die Römer durch Anfügung eines Querstrichs ihr G, von dem das deutsche G abstammt.


Abkürzungen.


G in römischen Jnschriften bedeutet Gajus, gens etc.; in der Numismatik des Mittelalters soviel wie Senarius; jetzt auf deutschen Reichsmünzen. Karlsruhe, auf ältern französifchen Münzen: Pottiers, anf österreichischen: Nagy-Banya in Oberungarn, auf schweizerischen Münzen: Genf. Auf Kurszetteln fteht G für »Geld«, d.h. gesucht oder bezahlt (vgl. »Geld und Brief«); in der Goldschmiedekunst bedeutet es garni (s.d.).

g = Gramm.

G.B.O. = Grundbuchordnung.

G.B. & I., in England = Great Britain and Ireland.

G.C.B., in England = Grand Cross of the Bath, (Ritter vom) Großkreuz des Bathordens.

G.C.C. = Goslarer Chargierten-Konvent, ein Verband sogen. freischlagender Studentenverbindungen.

G.C.M.G., in England = Grand Cross of St. Michael and St. George, Großkreuz des St. Michael- und St. Georgordens.

G.C.S.I. = Grand Cross of the Star of India, Großkreuz des Sterns von Indien.

G.D. = Grand Duke oder Grand Duchess.

G.d. K., in Österreich = General der Kavallerie.

G.F.S. = (The) Girl's Friendly Society, ein Frauenverein Londons zum Schutz junger Mädchen.

G.M., in Österreich = Generalmajor.

G.m.b. H. = Genossenschaft oder Gesellschaft mit beschränkter Haftpflicht.

G.M.T. = Greenwîch mean time (engl.), mittlere Greenwicher Zeit.

G.P.O. = General Post Office (engl.), Generalpostamt.


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.


We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.