Zaun


Zaun

Zaun, Einfriedigung eines Grundstücks. Mauern als Einfriedigung bieten Gelegenheit zum Anbringen von Spalieren für seine Obstarten und andre Bekleidungen; sie hemmen aber bei kleinern Gärten den Luftzug, weshalb es ratsam ist, nur die Nord- und Ostseite eines Gartens mit einer Mauer, die Süd- und Westseite dagegen mit einer andern Umzäunung zu umgeben. Umzäunungen aus Schlächterwerken (Holzpfosten in Abständen von 2–3 m mit 2–3 horizontalen Latten), Staketen, Planken (Bretterzaun), Latten etc. bedürfen öfterer Reparaturen. Das dauerhafteste Holz zu Zäunen ist das der Akazie, Eiche, Lärche und Kiefer. Drahtzäune bestehen aus Pfosten, an denen 2–3 horizontale Drähte oder Drahtnetz befestigt ist. Stacheldraht darf nicht an öffentlichen Wegen verwendet werden. Haltbarer sind guß- oder schmiedeeiserne Gitter. Lebendige Zäune oder Hecken geben eine dichte und dauerhafte Einfriedigung und gewähren zarten Pflanzen guten Schutz. Die Sträucher werden auf rigolten Boden in 15–30 cm Entfernung gepflanzt, nach einem Jahr über dem Wurzelhals abgeschnitten und die üppig wachsenden Schosse ineinander verflochten, das Ganze wird zuweilen gedüngt und jährlich beschnitten, oben schmal, unten breiter, weil sonst die Hecke unten kahl wird. Koniferen und andre immergrüne Sträucher werden beschnitten, wenn sie die gewünschte Höhe erreicht haben. Zu Hecken eignen sich: Christusdorn (Gleditschia triacantha), Kornelkirschbaum, Weißdorn, Schwarz- oder Schlehdorn, Kreuzdorn, Hainbuche, Rainweide, die Heckenkirsche, auch Rüster und Maulbeerbaum, Rottanne, Eibenbaum, Buchsbaum und virginische Zeder.


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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  • Zaun — der; (e)s, Zäu·ne; 1 eine Art Gitter aus Draht oder aus vielen Metall oder Holzstäben, das man um ein Stück Land herum aufstellt <ein hoher, niedriger, elektrischer Zaun; ein Zaun aus Maschendraht, Latten; einen Zaun (um etwas) ziehen (=… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Zaun — Zaun, nicht dichte, sondern durchsichtige Einfriedigung (s. Bd. 3, S. 235 ff.). Der Zaun wird gebildet a) als lebendiger Zaun, Hecke von harten Gesträuchern (Schlehen, Hainbuche, Fichte, Stechpalme u.s.w.), die mittels der Zaunschere… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Zaun — Zaun: Das altgerm. Substantiv mhd., ahd. zūn »Umzäunung, Hecke, Gehege«, niederl. tuin »Garten«, engl. town »Stadt« (aengl. tūn »Zaun; Garten; Hof; Dorf, Ortschaft«), aisl. tūn »eingezäuntes Land, Hof, Ortschaft« ist verwandt mit air. dūn… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Zaun — Sm std. (8. Jh.), mhd. zūn, zoun, ahd. zūn, as. tūn Stammwort. Aus g. * tūna m. Zaun , auch in anord. tún n., ae. tūn, afr. tūn. Im Nordischen und Englischen entwickelt sich die Bedeutung weiter zu eingehegter Platz , so daß sich ne. town Stadt… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Zaun — [Basiswortschatz (Rating 1 1500)] Bsp.: • Die meisten unserer Nachbarn haben einen Zaun oder eine Hecke um ihren Garten. • In Cobham sind alle Gärten von einem engmaschigen Drahtzaun umgeben …   Deutsch Wörterbuch

  • Zaun — Zaun, 1) jede Befriedigung od. Wand; 2) (lat. Sepes, Sepimentum, Septum), eine aus Holz gemachte Befriedigung um ein Grundstück. Je nachdem dieselbe von abgehauenem dürren od. von in den Boden Behufs der Fortpflanzung gestecktem od. gesäetem… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Zaun — ↑Fenz, ↑Staket …   Das große Fremdwörterbuch

  • Zaun — (der), Zung (der) …   Kölsch Dialekt Lexikon

  • Zaun — der; [e]s, Zäune …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Zaun — 1. Achtern Tun woanen ok noch Lü r. (Strelitz.) – Firmenich, III, 74, 146. 2. An den Zäunen findet man keine gebratene Tauben. 3. Ausser dem Zaun ist gut dingen. – Simrock, 11992; Froschmeuseler, Ttb; Körte, 7061. Im Gefängnisse vergeht der Muth …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon